Projektbeschreibung

"Heimat", verbunden mit dem Begriff der Rückeroberung (reclaim), weckt äußerst fragwürdige Assoziationen. Darum geht es uns nicht, wir denken Heimat nicht national. Wir wollen Heimat als den Ort sehen, an dem mensch frei, selbst und anders sein kann. Zugleich enthält "Heimat" die Tendenz, zu idyllisieren - damit Probleme herunterzuspielen und zu verdrängen. Eine solche falsche Idylle soll hier untergraben, Probleme offengelegt und so Heimat ermöglicht werden. In diesem Sinne sprechen wir von Rückeroberung.

Wir wollen den Betroffenen und Zeugen von rechter Gewalt, Diskriminierung und Einschüchterung die Möglichkeit geben, ihre Erlebnisse und Erfahrungen öffentlich zu machen. Wir hoffen, dass es uns dadurch gelingt, auf den Rechtsextremismus in Frankfurt (Oder) aufmerksam zu machen und dafür zu sensibilisieren. Denn es handelt sich hierbei um eine Problematik, die uns alle unmittelbar betrifft und gegen die vorgegangen werden muss! Wir fordern euch auf, Eure Erlebnisse zu dokumentieren und damit dazu beizutragen, dass ein Problembewusstsein geschaffen wird.

Es ist unser Anliegen den direkt Betroffenen eine Plattform zugeben. Die Berichte spiegeln die Wahnehmung der Betroffenen wieder und erheben keinen Allgemeingültigkeitsanspruch. Deswegen bitten wir euch nur von Erlebnissen zu berichten in denen ihr selbst Betroffene oder Zeug_innen geworden seit. Um das Ausmaß an rechten Diskriminierungen und Gewalttaten in Frankfurt (Oder) dokumentieren zu können bitten wir euch Ort und Datum des Vorfalls in eurem Bericht zu vermerken. Wenn ihr wollt könnt ihr auch ein Foto des Ortes des Geschehens anhängen.