Berichte

Hier sind alle Berichte die bisher bei uns eingegangen sind auf einen Blick.

RE 1 (Oktober 2008)

Gestern war ich im RE 1 unterwegs. Was musste ich sehen, als ich auf Toilette ging: Rechte Parolen in ungelenker Handschrift im ganzen Raum!
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Kondolenzbuch (September 2008)

Vor kurzem ging ich in die Universitätsbibliothek, hielt vorher jedoch noch am Kondolenzbuch für Prof. Kittsteiner. Ich wollte ein wenig blättern, lesen, was hineingeschrieben worden ist. Ich kannte ihn nur vom Sehen, war also nicht sonderlich emotional bewegt.
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Rassismus in der Straßenbahn (Juli 2008)

Im Juli bin ich Straßenbahn gefahren. Die 1, wie immer. Wie immer stiegen Leute ein und aus. An der Haltestelle Zentrum betrat ein Mann mit seinem Fahrrad die Bahn, der seinem Äußeren nach nicht mitteleuropäischer Herkunft war.
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Deutschlandlied (Juni 2008)

Als ich am Sonntag, den 29.6.08, nach dem EM- Finalspiel Deutschland gegen Spanien gegen 00:00 Uhr ins Bett ging, hörte ich durch das offene Fenster ferne Stimmen in meiner Straße. Diese wurden immer lauter und kamen, wie mir schien, von einer Gruppe angetrunkenen Männern.
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Überfall nach dem EM-Halbfinale (Juni 2008)

Es war der 25.06.2008, ich war gerade auf dem Heimweg vom Hemmingways. Wir waren zu dritt und unterhielten uns über das Fussballspiel Türkei gegen Deutschland, das gerade zu Ende gegangen war. Auf der Karl-Marx Straße war wieder voll die Party, das konnten wir hören, als wir an den Sieben Raben vorbeiliefen.
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Berliner Str., Sommernacht in Frankfurt (Juni 2008)

Wir war mit zwei FreundInnen unterwegs und wollten zusammen von einem Besuch in einer Bar nach Hause gehen. Wir setzten auf eine Treppe in der Nähe unserer Wohnung und wollten noch etwas unterhalten. Auf der anderen Straßenseite bemerkten wir drei Jugendliche, die lautstark redeten. Dann gingen an zwei FreundInnen von uns vorbei die auf der andern Straßenseite saßen und fragten sie, ob in dem Haus die Antifa wohnt.
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Wie ein schöner Abend kaputt gemacht wurde (Mai 2008)

Donnerstag, der 08.05.08, war ein Tag mit absoluten Höhen und gleichzeitig ein Tag mit absoluten Tiefen für Frankfurt(Oder). Bereits am frühen Abend, als ich mich mit meinen Freunden auf dem Weg zur Musical-Aufführung BRATS machte, sahen wir an der Ampel einen Typen mit Springerstiefeln, schwarzen Klamotten, weißen Hosenträgern inklusive Glatze und Sonnebrille stehen - ein Neonazi. Schon da drehte sich mehr der Magen um. Der Kerl war einfach riesig, und jagte mir einen kalten Schauer über den Rücken.
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Angriff mit Teleskopschlagstock und Schlagring (April 2008)

Zwei Freunde und ich wollten nach dem DFB-Pokalfinale (das war in der Nacht vom 19.04 auf den 20.04.08) noch in die Discothek „Banane“. Auf dem Weg dorthin, trafen wir, an der TOTAL Tankstelle, noch 2 Mädchen, die auch dahin wollten und führten wir unseren Weg zu fünft fort. In der Heilbronner Strasse, auf der Höhe des alten Kino, trafen wir ca. 23:45 Uhr, auf eine 6-köpfige Gruppe: 5 Männer und 1 Frau.
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„Good night left side!“ (April 2008)

Auf dem Weg zum Bahnhof stieg ich im Zentrum in einen Bus ein. Mir gegenüber stand ein stadtbekannter Nazi, der mich die ganze Zeit über unverhohlen anglotzte. Als ich am Bahnhof ausstieg, schloss der Typ zu mir auf und sagte im vorbeigehen: „Good night left side! Wir kriegen dich auch noch!“
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Von Fangschleuse nach Frankfurt (Oder) (April 2008)

Wir stehen am Ostbahnhof in Berlin, es ist gegen zwei Uhr morgens und warten auf den Schienenersatzverkehr. Ich fühle mich unwohl, da vor dem Bus Fußballfans sind. Wir nähern uns dem Bus und stellen fest, dass es Fans des Frankfurter Fußballclubs Viktoria sind. Im Bus sitzen wir relativ weit vorn. Die Fans laufen an mir vorbei und nehmen mehrheitlich im hinteren Ende des Busses Platz, d.h. in den hinteren zwei Dritteln. Einige von Ihnen erkenne ich wieder, sie hatten Freunde und Bekannte von mir, sowie mich am Bunten Hering 2007 angegriffen. Andere laufen an mir vorbei, gucken grimmig; viele „good night left side“-Buttons und „FC Vorwärts“-Shirts.
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Plakat (Februar 2008)

In meiner Schule hängt an einer Pinnwand ein Plakat, welches für das "Kino in der jüdischen Gemeinde" wirbt. Am Donnerstag letzter Woche war das Plakat in der Mitte gefaltet und zusammengeklappt wieder an der Pinnwand befestigt worden, ersichtlich mit dem Zweck, dass das Plakat nicht mehr zu lesen war.
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Am Grenzübergang (Januar 2008)

An einem Samstagabend war ich mit zwei Freunden in Slubice im Restaurant "Ramzes" etwas essen. Auf dem Rückweg nach Frankfurt (Oder) lief hinter uns eine Person, ca. 20 Jahre alt, mittelgroß, mit kurzen Haaren und einer karierten Stoffjacke bekleidet. Im Gebäude des Grenzübergangs rief er den Namen meines Freundes.
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Hakenkreuze im Schnee (Dezember 2007)

Am Abend des 21.12.2007 gegen 18:30 Uhr lief ich mit meinem Freund durch den Südring. Am Rand des Fußgängerweges in der Leipziger Straße nahe des Südringcenters fanden wir drei Hakenkreuze, welche in den frisch gefallenen Schnee gemalt worden waren.
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Kaufland (Dezember 2007)

Ich komm aus dem Kaufland im Zentrum. Zwei Typen sitzen auf der Treppe am Ausgang und trinken Bier. Als ich vorbei gehe, lassen sie mich wissen, was ich bin: "Blöde Zecke!"
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Angriff auf linke Bildungs- und Kozertveranstaltung
(November 2007)

Am 2. November 2007 fand eine größere Party mit Konzert von mehreren Bands im Frankfurter StudentInnenclub „Grotte“ statt. Die Stimmung war gut und es waren viele Leute da.
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Hitlergruß in der Grotte (November 2007)

Als ich mit einer Freundin an einem Freitagabend die Grotte besuchte, gab es eine unangeneheme Überraschung.
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Auf dem Weg zu "Rock gegen Rechts" (November 2007)

Ich und ein Freund waren auf dem Weg zu „Rock gegen Rechts“, als uns auf Höhe Straßenbahnhaltestelle Friedhof ein vermummter Jugendlicher wissen lässt, dass wir „nicht so blöde gucken“ sollen.
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Auf dem Heimweg (Oktober 2007)

Es war der 26.10.2007 gegen halb zwei wir, eine Freundin, ein Freund und ich, befanden uns auf dem Nachhauseweg von einer Anti-Sexismus-Veranstaltung der „Jungen Demokraten/ junge Linke“ und der „Naturfreunde Jugend“ im Mikado unter dem Titel „Feed your local Girlmonstar“.
Wir waren in ein Gespräch vertieft als in der Rosa Luxemburg Straße auf der Höhe des Backdoor neben uns drei Flaschen auf dem Boden zerschlugen.
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Überfall nahe der Grotte (September 2007)

Am 14.9.2007 zu späterer Abendstunde begab ich mich mit zwei Freunden zum Park an der Grotte. Wir wollten uns dort mit ein paar Bekanntschaften treffen.
Als wir dort gegen 23:30 Uhr angelangten, erwarteten unsere Verabredungen uns bereits.
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Vorfall in der Grotte (Juli 2007)

Als ich an diesem Dienstagabend den Studentenclub Grotte besuchte, traf ich auch dort eine Gruppe, bestehend aus ca. 10 Leuten, die augenscheinlich der rechten Szene und dem Hooligangruppierung „FCV“ zu zuordnen waren, an. Die Grotte nahm an dem Abend keinen Eintritt und hatte somit auch keine Security angestellt.
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Bunter Hering (Juli 2007)

Am Abend des 6. Juli sind ein Freund und ich auf dem Stadtfest "Bunter Hering". Während des Culcha-Candela-Konzerts stehen wir am Rand der Bühne, in der Nähe von Bekannten, bzw. Freunden aus der Antifa. Als einer sich kurz von der Gruppe entfernt, rennt ein Nazi auf ihn los und fängt an, auf ihn einzuprügeln.
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„Dumm dümmer...“ (Mai 2007)

Ich war zu spät, also rannte ich. Kurz vor der Treppe, die vom Brunnenplatz, auf der Seite wo die Buden stehen, in Richtung Hauptgebäude der Universität führt, bremmste ich leicht ab. Neben mir ging er junger Mann die Treppe runter und raunzte mir die Worte „dumm, dümmer Antifa“ zu.
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Anti-Antifa (Mai 2007)

Zwischen dem 3. und 5. Mai 2007 fanden die von der linksalternativen Jugendgruppe ISKRA organisierten „Israel-Tage“ statt. Ich ging zu den Infoständen, die auf dem Brunnenplatz aufgebaut wurden. Nach einiger Zeit tauchten der Rechtextremen zuzuordnende Gestalten auf und begannen die Leute hinter und vor den Ständen zu fotografieren.
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Kühnengruß (Februar 2007)

Ich war auf dem Weg zu einer Freundin im Studentenwohnheim in der Agust-Bebel-Straße am Westkreuz. Die ganze Zeit während der Fahrt glotzte mich ein beleibter Typ in Bomberjacke an, der, so nehme ich an, mit seiner Tochter unterwegs war.
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Verfolgung, Nötigung, Bedrohung (Januar 2007)

Als ich am 1. Januar 2007 gegen 15 Uhr die Heilbronner Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle Zentrum überquerte, fielen mir drei in schwarz gekleidete Personen auf, die mich intensiv beim Vorbeigehen beobachteten. Nachdem ich mich ihnen entfernt hatte, drehte ich mich um, um zu schauen, ob diese drei Personen sich irgendwie verdächtig verhielten. Es hatte aber den Anschein, als hätten sie sich gerade gegenseitig verabschiedet; zwei konnte ich gar nicht mehr sehen und eine Person folgte mir.
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"Guck nicht so jüdisch!" (Dezember 2006)

Wir stehen gerade an der Bushaltestelle Dresdener Platz, als sich uns zwei junge
Männer nähern und uns anpöbeln: 'Ob wir uns denn für unsere Großeltern schämen?
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Gedenkstein (November 2006)

Am 9. November wurde der Gedenkstein der in der Reichspogromnacht 1938 zerstörten Synagoge am heutigen Brunnenplatz geschändet. Am folgenden Tag besuchte ich mit Freunden die Stelle um Kerzen zu entzünden.
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Sprachenzentrum (Oktober 2006)

Zu Beginn des letzten Semesters hielt ich mich in der Pause zwischen zwei Seminaren im Eingansbereich des Sprachenzentrums auf. Ich war gerade dabei, die Aushänge zu lesen, als ich eine Gruppe von jungen Menschen wahrnahm, die das Gebäude vom Hintereingang aus betraten.
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„Behindertes Schwein!“ (Oktober 2006)

Für dieses Erlebnis ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass ich eine Gehbehinderung habe. Auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause erblickte ich auf höhe des H&M in der Karl-Marx-Straße zwei Junge Männer, die begannen meinen Laufstil nachzuäffen.
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Beim feiern in Hinterhof überfallen (Juli 2006)

Im letzten Sommer verbrachte ich einen Abend bei einer Grillparty im Hinterhof eines Hauses in Frankfurt (Oder). Da Deutschland an diesem Abend doch noch den 3. Platz bei der WM erreichte, waren die Gäste der benachbarten Kneipe ausgelassen.
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„Euthanasie jetzt oder nie!“ (Juni 2006)

Bei der Beschreibung des folgenden Erlebnisses ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass ich behindert bin. Es war gegen Nachmittag, die Karl-Marx-Straße war belebt, ich überquerte gerade mit einer Freundin die Straße auf der Höhe des Oderturms.
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Tramführer mutiert zum Kontrolleur (März 2006)

Ich fahre mit meiner Mitbewohnerin vom Wohnheim August- Bebel-Str. mit der Straßenbahn Nr. 2 ins Zentrum. An einer Haltestelle steigen zwei jüngere Männer mit arabischem Aussehen ein. Plötzlich kommt der Straßenbahnführer aus seiner Kabine und geht direkt auf sie zu und verlangt ihre Fahrausweise.
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„Russen sind Schweine! Polen sind Schweine! Juden sind Schweine!“ (Januar 2001)

Am 1. Januar 2001 morgens bin ich mit meiner Frau durch die Fröbelpromenade gegangen. Plötzlich hören wir einen Mann schimpfen. Er sitzt auf einer Bank und ist sehr betrunken, aber er ruft sehr laut: „Russen sind Schweine! Polen sind Schweine! Juden sind Schweine!“ immer wieder und wieder.
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