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Antirassistische Aktionswoche 2012

9. Antirassistische Aktionswoche in Rostock vom 17. - 30. März 2012

"Draußen bleiben?"

Zum neunten Mal veranstalten wir nun in Rostock die antirassistischen Aktionstage aus Anlass des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassismus am 21. März. Wir sehen unsere Aktivitäten als Teil der europaweiten Bewegung unter dem  Dach von United against racism. In diesem Jahr schließen wir uns dem Motto "Open Your Mind - Speak out Against Racism" an. Weltweit und in vielen europäischen Städten finden in diesem Zeitraum antirassistische Aktionen statt, die wir mit unserem Beitrag unterstützen.

Während der Aktionstage vom 17. bis 30. März 2012 wird in Rostock kontrovers, öffentlich und aus verschiedenen Perspektiven über Rassismus diskutiert: AktivistInnen, WissenschaftlerInnen und engagierte Menschen werden mit spannenden Themen und provokanten Debatten zum Nachdenken, Diskutieren und Handeln anregen.

Ihr alle seid herzlich eingeladen!

Veranstaltungsplan

17.03. Eröffnungskonzert und Party mit Bad Kat, Branson, Freigeister  - Feinste Elektronische Tanzmusik, Slimcase

21.03. LOHRO-Talkrunde zu Migration und Integration

22.03. Deutschlands neue Rechte, Lesung mit Volker Weiß

23.03. Diskurse mit Migrationshintergrund: Antirassismus und Feminismus, mit Iman Attia

25.03. Antirassistisch lesen

26.03. Antiziganismus - eine (un-)gebrochene Tradition?

27.03. Film: "Draußen bleiben" mit Alexander Riedel

29.03. Rechtsterror und die Rolle des Staates, mit dem apabiz Berlin

30.03. Film "White Charity" mit Timo Kiesel

 

Trailer von Radio LOHRO zu den Antirassistischen Aktionstagen 2012 in Rostock (2 MB)

 

 

Hintergrund

Hintergrund unserer Aktivitäten ist eine europaweite Aktionswoche, an der sich in vielen Städten unterschiedliche Organisationen, Initiativen und Akteure beteiligen. Die Aktionswoche bezieht sich auf den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung des Rassismus“, der 1966 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen wurde.

Damaliger Anlass waren mörderische Übergriffe des südafrikanischen Apartheid-Regimes auf friedliche Demonstranten: Am 21. März 1960 demonstrierten in Sharpeville/Südafrika 30.000 schwarze Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer friedlich gegen die diskriminierende Gesetzgebung der damaligen Apartheid-Regierung. Schusssalven aus Maschinenpistolen empfingen die für ihre Rechte eintretenden Menschen. Die Bilanz des Tages: 69 Tote, 180 Verletzte.

Und bis heute zeigt sich auch und gerade in Deutschland, welche menschenverachtenden bis tödlichen Folgen rassistische Einstellungen haben. Vor dem Hintergrund der endlich aufgeklärten Nazimorde werden  wir auch eine Veranstaltung mit dem apabiz Berlin durchführen, um aufzuzeigen, welche Kontinuitäten rassistisch motivierte Gewalt hier hat und das medial empor gehobene Nazitrio  „NSU“ gar nicht so alleine steht.

Im Gedenken an Mehmet Turgut und allen anderen Menschen, die aus rassistischen Beweggründen ermordet wurden.