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ZIM_Stand_20.03.2009.rtf AnlageC1-ptsozun.doc AnlageC2-ptsozun.doc AnlageC3-ptsozun.doc ZIM_sozun(15_06_09.).rtf AnlageB2-ptsozun.rtf AnlageB3-ptsozun.rtf atachment:AnlageB4-ptsozun.rtf

Treffen 31.Maerz.2009

ZIM

Biografiemodell

unterschiedliche Lebensphasen werden durch kapitalistische Verwertungsprozesse bestimmt

D

Verständnisfrage zum individuellen/kollektiven Widerstand: erwähnen, dass Widerstand an vielen Punkten des Lebenslaufs möglich ist

E

3h lang, muss noch strukturiert werden

Aufgaben

Aufgabe

wer

bis wann

E strukturieren + Methoden

alle

22.04

B Ziel, Inhalte, Methode

Katharina, Maria

22.04

C Ziel, Inhalte, Methode

Robbe, Kay

22.04

D Ziel, Inhalte, Methode

Stefan, Martin

22.04

auch schon mal nach Materialien suchen

alle

22.04

Zeiteinteilung

Modul B

Ziel

Inhalt


- Welche unterschiedlichen Lebenschancen haben die Menschen? Wer kann was erreichen im Leben? (Einige können alles, andere nix)

- Wie äußern sich die verschiedenen Lebenschancen? (Beispiele) In welchen Bereichen kann man das sehen? (Arbeit, Familie, Freizeit, Einkauf, Urlaub, etc.)

- Warum gibt es diese verschiedenen Lebenschancen? (Menschen sind doof, Staat ist doof, Unternehmen sind doof, biologisch, manche sind stärker als andere, Vorurteile, Klischees etc


Methodenidee

Methode und Steckbriefe

Einleitung: "In unserer Gesellschaft leben viele verschiedenen Menschen. Alle Menschen finden Lebensbedingungen vor, die ihr Leben prägen und beeinflussen. Einige ähneln sich, andere unterscheiden sich. Jetzt wollen wir euch mal verschiedene Menschen, die in unserer Gesellschaft leben, vorstellen"

Erklärung: Die Klasse wird in fünf Gruppen eingeteilt und erhält jeweils einen Steckbrief mit der Kategorien-Tabelle. Sie haben dann 7 Minuten Zeit, sich alles gemeinsam durchzulesen und die Tabelle auszufüllen. Dann sind nacheinander die Gruppen dran, ihre Person und die vorgenommene Zuordnung vorzustellen. Dafür kommt jeweils ein Freiwilliger der Gruppe in die Mitte des Klassenraums, liest den Steckbrief vor und stellt sich in den Bereich, in dem sie glauben, wo die beschriebene Person am häufigsten vorkommt. So ergibt sich ein Gesamtbild der Lebensmöglichkeiten und Verwirklichungsspielräume der einzelnen Personen.

Rollenspiel unterschiedliche Lebensbedingungen Rolle wird an Stirn geklebt, TN wissen nicht wer sie sind im Raum laufen...nach dem Weg fragen...

Positionieren Waagespiel???

Steckbriefe:

Zum Beispiel:

"Mein Name ist Jessica. Ich komme aus Bayern und gehe in München auf ein Gymnasium. Nach dem Abitur möchte ich Zahnmedizin an der privaten Uni in Witten studieren. Da mein Vater Zahnarzt ist, konnte ich schon viel bei ihm lernen und merken, dass mir der Beruf auch Spaß machen würde. Meine Mutter war zu Hause und konnte mir bei allen Schwierigkeiten in der Schule immer sehr gut helfen, da sie viel Zeit für mich hatte. Zur Zeit gehe ich in die 11. Klasse, es fällt mir nicht schwer gute Noten zu bekommen. Meine Hobbies sind lesen und Akkordeon spielen. Manchmal haben wir auch richtig große Auftritte mit dem Chor. Außerdem spiele ich noch Volleyball im Schulkurs nachmittags. 'Ich glaube, was man erreichen möchte schafft man auch. Dafür muss man sich aber natürlich auch anstrengen.'"

"Ich bin Safira und bin 15 Jahre alt. Als ich 3 war sind meine Eltern mit mir und meinem Bruder aus der Türkei nach Berlin gezogen. Die neue Sprache habe ich sehr schnell gelernt und konnte dadurch normal eingeschult werden. Mein Bruder hat es etwas schwerer - er ist schon 23 und spricht immer noch nicht richtig Deutsch, weil er wenig Kontakt zu deutschen Jugendlichen hat. Ich gehe auf die Hauptschule und komme da ganz gut zurecht. Meine Eltern haben beide immer wieder andere Jobs, die sehr anstrengend sind. Dadurch sehen wir uns manchmal lange nicht, weil immer jemand weg ist. Letztens musste mein Vater eine Woche mit einer Baufirma nach Süddeutschland. Leider hat er dafür aber immer noch kein Geld bekommen. Deshalb muss ich auch oft die alten Klamotten meines Bruders tragen, das nervt ganz schön. Aber ich verstehe auch, dass meine Eltern wenig Geld haben, davon müssen sie Essen und Miete bezahlen müssen. Ein richtiges Hobby habe ich nicht - dafür gehe ich gerne mit meiner Freundin durch die Stadt und schauen uns Läden an. Dann träumen wir davon, was wir uns alles mal kaufen werden. Denn nach der Schule möchte ich gerne eine Ausbildung machen, vielleicht Bürokauffrau oder Friseurin - dann verdiene ich mein eigenes Geld."

"Hi, ich bin Tom. Bin 17 Jahre alt und wohne mit meiner Mutter zusammen in Rostock. Es ist total anstrengend zu Hause und ich will bloß noch ausziehen. Meine Mutter hat immer irgendwelche Macker, die dann bei uns rumhängen und sich besaufen. Als ich noch kleiner war, hatte ich oft Angst. Aber jetzt hau ich einfach nur ab. Die Schule nervt mich nur, weil ich jetzt schon zwei mal hängen geblieben bin und mit voll so Kleinen in einer Klasse bin. Aber so richtig gehe ich da sowieso nicht hin. Wenn ich dieses Jahr nicht meinen Hauptschulabschluss schaffe, fliege ich von der Schule. Aber ist mir auch egal. Am Liebsten würde ich LKW-Fahrer werden. Dann bin ich immer unterwegs. Nachmittags treffe ich mich mit meinen Kumpels und wir hängen rum. Meisten bis nachts...Meine Mutter kriegt HartzIV, weil sie keinen Job findet. Da krieg ich auch was von ab- aber für mehr als Zigaretten reicht das auch nicht wirklich. Meine Freundin ist wahrscheinlich gerade schwanger, da haben wir nicht aufgepasst. Das wird wohl ziemlich hart für uns. Auf jeden Fall möchte ich alles besser machen als meine Mutter und für das Kind da sein."

"Hallo, mein Name ist Nabil. Ich bin 21 Jahre alt und wohne in Frankfurt am Main. Seit ich 13 Jahre alt bin leben wir in Deutschland. Meine Eltern sind vor dem Krieg in Afghanistan geflohen. Obwohl ich jetzt schon 8 Jahre in Deutschland lebe, läuft mein Asylverfahren noch. Daher ist meine Zukunft sehr ungewiss. Zuerst wurde ich in eine Sonderschule gesteckt, da ich noch nicht deutsch sprechen konnte. Ich habe aber schnell die neue Sprache gelernt und kam so auf eine Realschule. Dort habe ich auch den Abschluss gemacht und dann später noch meine Fachhochschulreife. Jetzt will ich anfangen Elektrotechnik in Mainz zu studieren. Gerade lebe ich noch mit meiner Mutter und drei Geschwistern in einer Wohnung. Das wird dann nicht mehr gehen. Es wird wohl sehr schwierig ein Zimmer für mich im Studentenwohnheim zu bezahlen. Meine Mutter arbeitet manchmal als Haushaltshilfe, aber ist nicht richtig angestellt. Unser Geld ist schon immer sehr knapp und ich kann mir nicht kaufen, was meine Freunde alles haben. Manchmal laden sie mich ins Kino ein...Mein Vater musste zurück nach Afghanistan und versucht dort wieder was aufzubauen. In meiner Freizeit bin ich oft beim Technischen Hilfswerk, dort habe ich gerade meine Ausbildung abgeschlossen- als Rettungshelfer. Später möchte ich mich für die Integration von jungen Ausländern engagieren. 'Ich bin selber ein Fremder und weiß, wie wichtig die Hilfe ist...'"

"Mein Name ist Sara und ich wohne mit meinen Eltern in Hamburg. Ich habe immer viel zu tun, weil ich nach der Schule noch einen Spanischsprachkurs besuche. Ich möchte nämlich unbedingt nach meinem Realschulabschluss nach Südamerika und dort ein Jahr leben und in einem sozialen Projekt arbeiten. Meine Eltern finden das nicht so toll, da sie Angst um mich haben. Ich spare schon ewig von meinem Taschengeld und habe bald alles zusammen für den Flug. Nach dem Jahr möchte ich gern eine Ausbildung machen- irgendwas Soziales. Ich weiß, dass ich damit nicht viel Geld verdienen kann, aber ich weiß das es mir Spaß machen wird. Mein Vater ist Angestellter in einem großen Kaufhaus in HH und meine Mutter arbeitet in einem Reisebüro. Sie wollen immer, dass ich mal studiere und einen guten Job bekomme. Aber was soll das, wenn ich nicht glücklich dabei werde?."

"Ich bin Christian, 24 Jahre alt und studiere Lehramt. Mein Eltern kommen aus Rostock und ich bin auch in Rostock geboren. Meine Eltern haben in der ehemaligen DDR gelebt und beide immer Arbeit gehabt, obwohl sie nicht studiert haben, aber das war damals ja auch egal. Mein Vater in der Werft und meine Mutter in einem Schifffahrtsbüro. Beide haben nach der Wende dann verschiedene Jobs gemacht. Jetzt ist mein Vater arbeitslos und meine Mutter arbeitet in einem Verein. Ich bin auf ein Gymnasium gegangen und habe sogar das Abitur geschafft. Deshalb konnte ich auch studieren. Ich bin sehr froh, dass ich BAföG bekommen konnte, sonst hätte ich mir das Studium nicht leisten können. Auch mit Studiengebühren wäre es nichts geworden, da meine Eltern es nicht hätten bezahlen können. In meiner Freizeit lese ich gerne, gehe an den Strand oder mache Sport. Ich freue mich schon auf meine Tätigkeit als Lehrer, dann verdiene ich endlich etwas Geld, obwohl es in M-V schlecht aussieht mit Stellen. Und Weggehen möchte ich nicht, da ich hier meine Freunde und Familie habe. Eigentlich finde ich es ok so, auch wenn ich immer wenige Sachen hatte und wenig Geld, aber dafür einen großen Freundeskreis, das macht mich ganz zufrieden."

"Hallo. Also ich bin Tina und 17 Jahre alt. Ich lebe mit meinen Eltern zusammen in einem Vorort von Berlin. Wir haben dort ein Haus gekauft. Meine Eltern sind bloß kaum da. Meine Mutter ist Filialleiterin einer Bank und meinen Vater gehören mehrere Läden in Berlin. Also Geld haben wir echt genug- nur Eltern habe ich nicht wirklich. Da beneide ich manchmal meine Freundinnen. Die haben nicht so viel Geld- aber wenigstens sind die ne richtige Familie. Bald ziehe ich nach Heidelberg und werde studieren. Wenn alles klappt Jura. Aber ich weiß nicht, ob meine Noten dafür reichen. Wenn das nicht klappt mache ich was mit Wirtschaft. Wir fliegen einmal im Jahr in die Dominikanische Republik und machen dort zusammen Urlaub

Kategorien

Bildungsmöglichkeiten

hoch

mittel

niedrig

dieser Mensch hat die Möglichkeit auf jede Schule und Uni zu gehen, die er sich wünscht

die Person kann sich zwar aussuchen welchen Abschluss, aber nur an öffentlichen Schulen, beim Studium staatliche mit geringen bis keinen Gebühren

kann kaum selber entscheiden, auf welche Schule, kann nicht auf die Uni ...

Einkommen

hoch (ab 2600€)

mittel (ab 1500 bis 2600€)

niedrig (unter 1500) unter der Armutsgrenze (900€)

Gesundheitsversorgung

gut (privat, alles in Anspruch nehmen können was man möchte und braucht)

mittel (Krankenkassen gestützte Versorgung, Praxisgebühr, Medikamente)

schlecht (Praxisgebühr ist kaum zahlbar, kaum Medikamente - nur das Mindeste; Gesundheitszustand schwer erhaltbar)

Ernährung

gut (alles leisten können, bio, gemüse, obst, teures Fleisch, vielfältiges Angebot nutzen können, Essen als Genuß (in der Gaststätte essen können)

mittel (wird auf Kosten geachtet und ist dadurch nicht immer von guter Qualität, weniger Vielfalt, kaum außerhalb von zu Hause, eher auch mal Dosenessen, Fast Food)

niedrig (einseitig und billig, oft von Aldi, Fertigessen, kein Genußessen, keine bewusste gesunde Ernährung)

Freizeit/Konsum

viele Möglichkeiten (kann viel Geld für Freizeit und Konsum ausgegeben werden: Urlaub, neueste technische Sachen, Theater, Kino, Eintrittsgelder, Monatsbeiträge, viele teure Klamotten)

mittlere Möglichkeiten (kann sich nicht so viel leisten, ab und zu mal Kino, ab und zu mal Klamotten, aus finanziellen Gründen nur manchmal an offiziellen Kulturveranstaltungen teilnehmen)

kaum Möglichkeiten (kein Geld für Freizeitaktivitäten, kein Konsum von Modeartikel, nicht mal ein Ticket für die Öffentlichen Verkehrsmittel um die Stadt zu fahren)

Lebenszufriedenheit/ Glück empfinden

hoch (ist vollkommen zufrieden mit Lebenssituation, kann sich Wünsche erfüllen und Glück empfinden)

mittel (manchmal zufrieden, aber viele Wünsche, die nicht erfüllt werden können)

niedrig (unzufrieden, würde gerne mit anderen Menschen tauschen, denen es besser geht)

ToDo: Bildungsselektion-> Grafik raussuchen (Hradil)

E-Teil entwickeln wo sind Widerstände im Leben möglich

PtSozialeUngleichheit (zuletzt geändert am 2012-06-13 21:30:55 durch anonym)