Alkohol während oder nach der Arbeitszeit

Es ist sicherlich eines der festgesetzen Klischees über Handwerker, dass sie dem Bier nicht abgeneigt sind. Ob dies insgesamt stimmt oder nicht, wollen wir hier gar nicht belegen oder widerlegen. Fakt ist, auf vielen Baustellen wird gesoffen. Unsere Meinung ist: sollen sie machen, solange sie andere nicht gefährden. Wenn ich mit einem Typen, der drei Bier intus hat, auf einem Dach einen Balken tragen soll, ist bei mir eine Grenze überschritten. Die Sprüche, "wird schon nichts schief gehen" und "das haben wir schon tausendmal so gemacht" kann sich der Betreffende dann mal gehörig klemmen. Logik, Recht und selbst ein moralischer Standpunkt sind auf deiner Seite und können dir nicht abgesprochen werden. Bleib standhaft und lass dich zu nichts zwingen. Eventuell hast du auf der Baustelle einen Sicherheitsbeauftragten, an den du dich wenden kannst? Wenn es der Kollege wirklich wissen will, kann er rechtlich nur verlieren. Außerdem wird er Schiss haben, dass, wenn er es drauf ankommen lassen will, du dich beim Chef beschweren kannst. Wenn der das Verhalten deines Kollegen deckt, wende dich an die Berufsgenossenschaft, die Gewerkschaft oder die Handwerkskammer.

Deinen eigenen Konsum wollen wir nicht werten. Hab auf dem Schirm, dass du eventuell andere Menschen gefährdest, wenn du während der Arbeitszeit berauscht bist. Es kann dich auch sofort deinen Ausbildungsplatz kosten. Wenn du besoffen Scheiße baust, musst du alleine für den Schaden herhalten. Von der eigenen Verantwortung gar nicht zu sprechen. Wenn du am Abend vorher feiern warst, kannst du ja probieren nicht gleich die gefährlichen Aufgaben zu machen. Das Feierabendbier ist so eine Sache. Es kann ein super Gefühl sein, nach einem langen Arbeitstag oder nach einer beschissenen Baustelle noch zusammen zu stehen und ein Bier zu trinken. Aber auf dem Bau hast du natürlich auch alle Bedingungen gegeben, um richtig schön im Suff zu versacken... Bedenke auch, dass du dich nicht angetüdelt bei deinen Kollegen verplapperst oder etwas weiter gehst, als du wolltest und es dann die nächsten Jahre mit dir herum tragen musst.

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